Lesben und Schwule würden benachteiligt, wenn nur Ehen zwischen Männern und Frauen zugelassen werden.
Bei einem Volksentscheid im Jahr 2000 hatte die Mehrheit der kalifornischen Wähler für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau ge stimmt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger bekräftigte am Donnerstag seine Ablehnung der Homo-Ehen. Der Staat werde die bestehenden Gesetze und die Wünsche der Wähler "energisch" verteidigen.
Nachdem San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom in der vergangenen Woche grünes Licht für gleichgeschlechtliche Trauungen gegeben hatte, wurden in der Westküstenstadt knapp 3000 Homo-Ehen geschlossen, die aber vom Bundesstaat nicht anerkannt werden. Auch am Donnerstag standen hunderte von Paaren vor dem Standesamt Schlange. Zwei Demonstranten, die in dem Gebäude gegen die Trauungen protestierten, wurden vorübergehend festgenommen.
Zwei konservative Gruppen hatten bereits am Dienstag vor einem Obergericht Klagen eingereicht, um damit ein sofortiges Verbot weiterer Eheschließungen von lesbischen und schwulen Paaren in der Stadt zu erwirken. Ein Gericht wollte vorerst keinen Stopp der umstrittenen Hochzeiten verhängen.
Eine staatliche Behörde in der Landeshauptstadt Sacramento will die Heiratsurkunden nicht anerkennen. Die Sachbearbeiter bemängelten Änderungen in den Dokumenten. Die Standesbeamten in San Francisco haben unter anderem die Begriffe "Braut" und "Bräutigam" durch "Antragsteller" ersetzt.
US-Präsident George W. Bush hat sich in dieser Woche erneut gegen Homosexuellen-Ehen ausgesprochen. Er sei "besorgt" über die Ereignisse in der kalifornischen Stadt, verkündete Bush in Washington. (dpa/kr)