Ihr werde „die Verantwortung zugeschoben“, sagte er auf dem Wirtschaftsethischen Forum gestern in Berlin. Dies zeige sich etwa in Wahlerfolgen der Rechten. Bohl nannte das Ausmaß des Vertrauensverlustes „erschütternd“.

Dennoch seien auch durch die jüngsten Entwicklungen weder die soziale Marktwirtschaft noch die Globalisierung diskreditiert, sagte Bohl. Man brauche aber einen Ordnungsrahmen. Die Menschen seien nicht Mittel zum Zweck. Die Bevölkerung habe durchaus verstanden, dass sich Deutschland in einer Anpassungskrise befinde, erklärte der sächsische Landesbischof. Doch sähen sie nicht ein, dass man ihnen Opfer abverlange, während die Gewinne explodierten und die Bezüge von Managern immer weiter angehoben würden. epd/ab