Machte das Unternehmen im Vorjahr noch rund 1,6 Millionen Euro Gewinn, werde die Zahl in diesem Jahr wohl bei etwa 800 000 Euro liegen, sagte Geschäftsführer Michael Lohnherr gestern in Dresden.
Die Preiserhöhungen könnten aber nicht einfach an die Kunden weitergereicht werden. "Dann fährt keiner mehr Schiff." Die Zahl der Passagiere habe bis Juli zum Vorjahr um etwa sieben Prozent abgenommen. Der Gesamtumsatz für die ersten sieben Monate lag bei 4,8 Millionen Euro, rund 300 000 Euro weniger als im Vorjahreszeitraum.
Dennoch sei er mit der Entwicklung nicht unzufrieden, erklärte Lohnherr. "Wenn wir jammern würden, dann auf einem hohen Niveau." Die Treibstoffpreise würden Rekordjahre wie 2006 und 2007 auf absehbare Zeit aber verhindern. Etwa 1,4 Millionen Liter, rund 80 Prozent des Bedarfs der sächsischen Raddampferflotte, seien erst Anfang Juni gekauft worden. Die Mehrkosten für Diesel und Heizöl würden bis Jahresende bei mehr als 600 000 Euro liegen. "Bei der Rentabilität sind wir trotzdem die Nummer eins in der Branche in Deutschland", sagte Lohnherr. Der überwiegende Teil der Schifffahrtsbranche schreibe wegen der Spritpreise rote Zahlen.
(dpa/mb)