In Chemnitz kommen auch private Betreiber für die Kosten auf. Dort war schon am 18. April am Roten Turm der erste Brunnen wieder mit Wasser versorgt worden, bis 21. Mai sollen alle 18 Brunnen in der Stadt sprudeln.

Die Kommune hat im laufenden Jahr als Betriebskosten knapp 117 000 Euro vorgesehen. Das sei ebenso viel wie im vergangenen Jahr, erklärte die Stadtverwaltung. Bei sieben Springbrunnen kämen private Betreiber für die Kosten auf. Für elf Brunnen habe die Stadtverwaltung einen Dienstleistungsvertrag an das Unternehmen Energie in Sachsen vergeben.

Die Dresdner Stadtverwaltung betreut eigenen Angaben zufolge 78 Springbrunnen und Fontänen sowie zwei Trinkbrunnen. Fünf Brunnen seien sanierungsbedürftig, im kommenden Jahr solle der Brunnen "Flugwille des Menschen" saniert werden. Zu den beiden Trinkbrunnen an der Schlossstraße und am Postplatz soll noch in diesem Jahr ein weiterer auf dem Alaunplatz hinzukommen. Die Stadtwerke Dresden überwachen bei den Trinkbrunnen die Wasserqualität.

In Leipzig hat die Stadtverwaltung 28 Brunnen in ihrer Obhut. In sieben Brunnen werde in diesem Jahr wegen laufender oder geplanter Sanierungen kein Wasser fließen, sagte die Sprecherin der Stadtreinigung, Ute Brückner.

Für einen markanten Brunnen in der Innenstadt, den Mendebrunnen auf dem Augustusplatz vor dem Gewandhaus, werde derzeit ein Konzept zur Sanierung erarbeitet. Im Brunnenbecken seien gravierende Schäden entdeckt worden. Am Rossplatz vor dem früheren Ringcafé, das 1956 eröffnet wurde und mit 800 Plätzen das größte Café der DDR war, soll von Juli an der Brunnen neu errichtet werden.