Der Umsatz kletterte um mehr als 13 Prozent auf 8,5 Millionen Euro, die Zahl der Passagiere um etwa zwölf Prozent auf 711 000. "Die Elbe hat es gut mit uns gemeint. 2005 war ein klasse Jahr", sagte Geschäftsführer Michael Lohnherr. Erstmals seit Langem konnten Elbedampfer bei ausreichend Wasserstand "ungebremst" fahren.
Nach Angaben von Lohnherr hat die "Sächsische Dampfschiffahrt" 2005 bereits zum dritten Mal die beste Umsatzrendite (Gewinnanteil am Umsatz) ihrer Branche erreicht. Dazu habe auch beigetragen, dass die Personalkosten nur geringfügig stiegen (1,5 Prozent). Aufwendungen für Reparaturen und Zinsen gingen zurück. Lediglich die Kosten für Dieselkraftstoff stiegen deutlich. Laut Lohnherr will das Unternehmen bis Jahresende nun "so viel Speck anfressen", dass 2007 zu keinem Zeitpunkt mehr Zinsen gezahlt werden müssen.
Da die Vorbuchung im Linien- und Charterverkehr erheblich über den Vorjahreswerten liegt, ist das Unternehmen auch für 2006 optimistisch. Lohnherr sprach vom "Sog der Frauenkirche" - das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und wiederaufgebaute Gotteshaus lockt seit der Weihe viele Touristen nach Dresden. Die Sommersaison beginnt am 1. April, der komplette Sommerfahrplan mit insgesamt 26 Fahrten pro Tag aber erst am 2. Mai. Neu ist eine "Welterbetour" im Dresdner Elbtal. Die Preise wurden um durchschnittlich 2,5 Prozent erhöht.
Die "Sächsische Dampfschiffahrt" wirbt mit dem Slogan "älteste und größte Raddampferflotte der Welt". Sie entstand 1836. Heute gehören 13 Schiffe und rund 80 feste Mitarbeiter zur Flotte. Sie verkehrt zwischen Seußlitz bei Meißen und der nordböhmischen Stadt Decin. Besonders beliebt sind Fahrten durch die Felsenwelt der Sächsischen Schweiz. (dpa/mb)