Das geht aus dem am Donnerstag in Mochau (Landkreis Mittelsachsen) vom Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) vorgestellten Tourismusbarometer hervor. Damit bleibe der Freistaat hinter der bundes- und ostdeutschen Entwicklung zurück, hieß es. 2015 wurden sachsenweit 18,7 Millionen Übernachtungen verbucht (minus 0,9 Prozent).

Um dauerhaft bundesweit und international wettbewerbsfähig zu sein, benötige der Tourismus in der Region neue Wachstumsimpulse, so OSV-Präsident Michael Ermrich. Maßnahmen könnten unter anderem eine verlängerte Saison sowie mehr Investitionen in den Service sein.

Sachsenweit fällt die Bilanz für das erste Halbjahr unterschiedlich aus: Während Leipzig, die Sächsische Schweiz sowie das Vogtland mehr Übernachtungen verbuchten, gingen die Zahlen vor allem in der Oberlausitz, dem Burgen- und Heideland, dem Elbland sowie in Chemnitz deutlich zurück. Auch Dresden musste ein Minus von 0,2 Prozent hinnehmen - bereits im Vorjahr beklagten Touristiker einen "Pegida-Effekt". Während Dresden in der Gunst ausländischer Gäste erneut zulegte, buchten deutsche Touristen in den ersten Monaten des Jahres weniger Übernachtungen in der Landeshauptstadt (minus zwei Prozent).