Nur Hamburg und Berlin als typische Städtereiseziele hätten noch höhere Zuwachsraten verzeichnet. Klassische Ferienländer wie Bayern dagegen hätten nur um 2,5 Prozent zugelegt, Thüringen sogar um 0,8 Prozent verloren. Auch bei der Bettenauslastung habe der Freistaat mit 40 Prozent bundesweit die Nase vorn. Besonders freut Goller dabei, dass im großen Fußball-WM-Jahr 2006, indem sich bundesweit das Wachstum hauptsächlich aus dem Ausland ergeben habe, Sachsen auch auf dem heimischen Markt mit einem Plus von 7,8 Prozent kräftig punkten konnte.

Dresden führt Hitliste an
Regional führt Dresden freilich die Hitliste der Rekorde an: Die 800-Jahr-Feier, die Eröffnung der Frauenkirche und des Grünen Gewölbes bescherten der Landeshauptstadt einen Zuwachs von 18 Prozent. Insgesamt sahen Dresden 1,6 Millionen Besucher. Leipzig zählte knapp eine Million Gäste (ein plus 7,7 Prozent), das Erzgebirge 950 000, das Burgen- und Heideland rings um Leipzig 587 000 und die Oberlausitz 513 000 Gäste - Tendenz weiter steigend.
Wichtig ist der TMGS, dass der positive Trend kein Strohfeuer ist. "Der Tourismus in Sachsen ist in den vergangenen Jahren stetig und kontinuierlich gewachsen”, betonte Goller. Seit 2003 habe es jedes Jahr einen durchschnittlichen Zuwachs von 5,7 Prozent gegeben. "Sachsen hat als Reiseziel mittel- bis langfristig gute Perspektiven”, so Goller.
Um das Ziel zu erreichen, will Sachsen künftig noch stärker im Ausland für sich werben. Erst kürzlich habe sich das Land zusammen mit Sachsen-Anhalt und Thüringen im vornehmen Londoner Kensington Palace als "The Cultural Heart of Germany” (Das kulturelle Herz Deutschlands) präsentiert. Die Eröffnung einer täglichen Direktverbindung Dresden-London mit der British Airways ab 25. März werde allein "für ein kräftiges Plus bei den Gästezahlen aus Großbritannien sorgen", sagte Goller.

Russischen Markt im Visier
Daneben wolle Sachsen mit einer russischsprachigen Broschüre und einer Präsentation auf der Moskauer Reisemesse den russischen Markt weiter erobern. Unter dem Slogan "Sachsen. Land von Welt" präsentiert sich der Freistaat ab Mittwoch auch auf der Berliner Tourismusbörse (ITB) mit seinen Kulturschätzen bis hin zur Malerei der "Neuen Leipziger Schule". Die Oberlausitz setzt dabei Glanzlichter mit der Route der bedeutendsten sakralen Baudenkmäler "Via Sacra" und mit einer Reise durch die Städte des Oberlausitzer Sechs-Städte-Bundes.