Das ergab eine Umfrage. Dennoch verzichten die Städte und Gemeinden aber nicht vollständig auf die bunte Pracht. Stattdessen setzen sie verstärkt auf immergrüne Pflanzen, die weniger aufwendig zu pflegen sind. Auch Zwiebelgewächse wie Krokusse und Narzissen sollen eine teure Bepflanzung ersetzen. In Leipzig wird bereits seit 2006 an der Frühlingspracht gespart. Nur in den Rabatten und Beeten rund um den Leipziger Hauptbahnhof und der Thomaskirche blühen 12 700 bunte Stiefmütterchen, 1650 Vergissmeinnicht und 450 Goldlack-Pflanzen. Wegen des langen Winters konnten die Gärtner erst Ende März mit der Bepflanzung beginnen. "Deshalb kommen in diesem Jahr weniger Pflanzen in den Boden", sagte Ute Brückner vom Eigenbetrieb Stadtreinigung. Bereits im Mai steht die Sommerbepflanzung an, der die Frühblüher weichen müssen. In Chemnitz kamen in den vergangenen Tagen auf einer Fläche von 600 Quadratmetern rund 13 500 Frühjahrsblüher in den Boden. 2009 waren es noch mehr als 36 000 Stiefmütterchen, Tausendschönchen und Co. Knapp 4000 Euro zahlt die Stadt in diesem Jahr für die bunte Pracht, rund 8000 Euro weniger als im Vorjahr. "Die Prioritäten liegen in diesem Jahr anders", so ein Sprecher der Stadt. Klamme Kassen zwingen Radebeul (Landkreis Meißen) in diesem Jahr zum Sparen. "Ob es überhaupt eine Bepflanzung geben wird, wissen wir noch nicht", sagte eine Mitarbeiterin des Amtes für Stadtgrün. Wegen der angespannten Haushaltslage seien die Mittel begrenzt. Nicht nur die aktuelle Bepflanzung koste viel Geld, sondern auch die Pflege wie das regelmäßige Gießen. Auch Riesa spart in diesem Jahr etwa zehn Prozent ein und gibt insgesamt 40 000 Euro für die Bepflanzung im Frühjahr, Sommer und Herbst aus.Dresden dagegen knausert nicht am Blumenschmuck. Auf mehr als 45 städtischen Anlagen sind die Grünpfleger im Einsatz, um 182 000 Frühjahrsblüher zu pflanzen und zu stecken. Darunter sind 114 500 Stiefmütterchen, Tausendschönchen und Vergissmeinnicht sowie 67 500 Blumenzwiebeln. Die Zwiebeln kommen bereits im Winter in den Topf und werden danach mit den ersten Sonnenstrahlen gepflanzt. Rund 25 000 Euro gibt die Stadt in diesem Jahr für den Frühjahrsschmuck aus und damit etwa genauso viel wie im vergangenen Jahr. dpa/wor