In Oberwiesenthal, Sachsens größtem Skigebiet, sorgen zehn Schneekanonen und 128 Beschneiungslanzen auch in milden Wintern für gute Pistenverhältnisse. "Es müssen aber mindestens null Grad sein, erst dann kann Kunstschnee produziert werden", sagte Wolfgang Schmiedl, Geschäftsführer der Fichtelberg Schwebebahn. Im vergangenen Winter wurden rund 136 000 Kubikmeter Kunstschnee produziert.
Die Region Altenberg (Weißeritzkreis) gilt mit einer Höhenlage von rund 900 Metern zwar als schneesicher, dennoch ist das Skigebiet auch für einen milden Winter gerüstet. Elf Beschneiungsanlagen sorgen für gute Skiverhältnisse während der Saison. "Die Kosten für einen Tag Beschneiung belaufen sich auf rund 750 Euro pro Hang", sagte Frank Mühle, Betriebsleiter der Skilifte in Altenberg. Liegt dennoch zu wenig Schnee, können sich Besucher an einer speziellen Eiskletterwand oder im Bobfahren versuchen.
Das Wintersportgebiet Schöneck im Vogtland liegt auf einer Höhe zwischen 700 und 800 Metern. "Der vergangene Winter war für uns zwar ein Gedicht, aber es wird künftig auch Winter mit wenig Schnee geben", sagte Silke Weidlich von der Stadtverwaltung. Deshalb wurden in Schöneck mehr als fünf Millionen Euro in ein neues alpines Skigebiet und in moderne Beschneiungstechnik investiert, um den Wintersport auch künftig attraktiv zu gestalten.
Im Zittauer Gebirge, dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, gibt es keine künstliche Beschneiung. "Wir hatten bisher noch nie einen Winter, in dem es gar keinen Schnee gab", sagte Gerd Paul vom Förderverein Erlebnissport Oybin. Allerdings sei die Wintersaison deutlich kürzer als noch vor einigen Jahren.
Sachsens Umweltminister warnte davor, die Folgen der globalen Erwärmung zu unterschätzen. "Die Klimaerwärmung macht um Sachsen keinen Bogen, der vergangene schneereiche Winter ist kein Indiz dafür, dass wir verschont bleiben", sagte Stanislaw Tillich (CDU). (dpa/ab)
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