Das teilte die NPD-Fraktion jetzt mit. Zuvor hatte die Polizei den Unfall auf der Bundesstraße 172 zwischen Pirna und Krietzschwitz (Sächsische Schweiz) geschildert. Demnach wollte Leichsenring überholen. Sein Auto prallte dabei frontal gegen einen Lastkraftwagen, der umkippte und Feuer fing. Der 59 Jahre alte Lkw-Fahrer kam mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus. Leichsenring starb noch an der Unfallstelle.

Der 39 Jahre alte Politiker gehörte zu den führenden Köpfen der rechtsextremen NPD. Bei der neunköpfigen NPD-Fraktion im Landtag übte er das Amt des Parlamentarischen Geschäftsführers aus. Der gelernte Maschinenbauer war Inhaber einer Fahrschule in seinem Heimatort Königstein (Sächsische Schweiz). Mit dem Einzug der NPD in den Landtag 2004 wurde er Landtagsparlamentarier. Zuvor war er bereits im Stadtrat von Königstein tätig. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin und ein Kind.

Leichsenring geriet zuletzt in die Schlagzeilen, als er im Mai wegen Verdachts der Volksverhetzung von den Landtagssitzungen ausgeschlossen wurde. Dagegen setzte er sich juristisch zur Wehr. An diesem Donnerstag wollten Sachsens Verfassungsgericht darüber entscheiden, ob der Vorwurf rechtmäßig war.

Der Vize-Fraktionschef der rechtsextremen Partei hatte in einer Landtagsdebatte gefordert, gewalttätige linke Demonstranten mit Sonderzügen zur Bundesanwaltschaft nach Karlsruhe zu bringen. Auf einen Einruf der Linkspartei.PDS, mit Sonderzügen kenne sich die NPD ja aus, hatte Leichsenring entgegnet: "Manchmal wünscht man sie sich wieder, wenn ich manchen so sehe." Landtagspräsident Erich Iltgen wertete den Kommentar des NPD-Funktionärs als volksverhetzend