Die Gewerkschaften fordern unter anderem acht Prozent mehr Geld. Weichelt schloss weitere Protestaktionen der Lehrer nicht aus. Anfang Februar gingen mehr als 20 000 von ihnen zu Warnstreiks auf die Straße. Viele Schulen in Sachsen blieben geschlossen.Der Verbandschef verwies darauf, dass die Lehrer im Osten nur 92,5 Prozent des West-Tarifs bekommen und alle Pädagogen an Mittelschulen und Gymnasien im Freistaat zudem mit einem reduzierten Stundenumfang unterrichten müssen. "Die Lehrer würden gern mehr arbeiten. Es ist aber kein Geld da, um sie zu bezahlen", betonte Weichelt. Dabei komme es immer wieder zu Stundenausfällen an den Schulen.Laut Weichelt geht es bei der am Wochenende in Potsdam beginnenden dritten Verhandlungsrunde auch darum, die Schere zwischen dem öffentlichen Dienst der Kommunen und dem der Länder nicht weiter auseinanderklaffen zu lassen. Zugleich forderte Weichelt eine Beendigung der "Diskriminierung von DDR-Abschlüssen beim Strukturausgleich". Dies hängt mit dem Eingruppieren der Lehrer im Freistaat zusammen. Wer zu DDR-Zeiten ein Lehrerstudium absolvierte, wurde zunächst schlechter eingruppiert als ein West-Absolvent. Als Argument diente das fehlende Referendariat, dass es zu DDR-Zeiten nicht gab. dpa/das