In den vergangenen Monaten hatten Experten das bundesweit einmalige Gesetz überprüft. Nach Ansicht des Gremiums sollten künftig regionale Projekte und solche zur Integration von Asylbewerbern stärker gefördert werden.

Zudem regten die Experten an, die mit 3,2 Millionen Euro von allen Kulturräumen mitfinanzierten Landesbühnen künftig von der Förderliste zu streichen. Die Landesbühnen würden fast nicht in Großstädten auftreten und stünden auf dem Land in Konkurrenz zu eigenen Theatern, hieß es zur Begründung. Über eine Novellierung soll nun der Landtag entscheiden - voraussichtlich im Januar kommenden Jahres.

Das Kulturraumgesetz regelt die solidarische Finanzierung der Kultur zwischen Kommunen und Land. Sachsen gibt für die fünf ländlichen und drei urbanen Kulturräume jährlich 91,7 Millionen Euro aus. Nachdem die Zuschüsse in den vergangenen Jahren stagnierten, hat der Freistaat die Mittel in diesem und im nächsten Jahr um fünf Millionen Euro erhöht. 2017 und 2018 sollen die Ausgaben um jeweils drei Millionen Euro steigen.