Ursachen sind laut einer Umfrage Geburtenrückgang, die Abwanderung junger Leute und die knappen Finanzbudgets der Menschen. "Bei denen, die bleiben, ist eine sehr große Treue zur Kirche zu spüren", sagte Oberkonsistorialrat Hans-Jochen Kühne von der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz.
In der Evangelischen Landeskirche Sachsen hat sich die Zahl der Mitglieder seit 1989 fast halbiert. Die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz verlor etwa ein Viertel ihrer Mitglieder und liegt derzeit bei rund 65 000. In der Kirchenprovinz Sachsen betrug der Rückgang etwa ein Fünftel. "Kurz nach der Wende gab es eine hohe Austrittswelle", sagte der Superintendent des sächsischen Bezirks Torgau-Delitzsch, Christian Stawenow. "Jetzt haben wir im Schnitt jährlich zwei Prozent weniger."
Die Evangelische Landeskirche geht zwar von der Stabilisierung eines relativen Anteils in ihrem Gebiet von etwa 20 Prozent aus. Angesichts des anhaltenden Bevölkerungsrückgangs rechnet sie aber weiterhin mit einem starken jährlichen Minus von mehr als 15 000 Gemeindemitgliedern, sagte Sprecher Matthias Oelke.
Dem Bistum Dresden-Meißen, das sich über den gesamten Freistaat und einen Teil Thüringens erstreckt, gehören mit 147 000 Katholiken etwa vier Prozent der Bevölkerung an. (dpa/mb)