Mazyek.

Er lobte Marwa El-Sherbini als großes Vorbild für Zivilcourage, die sie mit dem Leben bezahlt habe. "Ihr Vermächtnis ist das Eintreten für die uneingeschränkte Freiheit des Glaubens, welche im Grundgesetz verankert ist", sagte er. Dabei gelte es auch, die Toleranz gegenüber Andersdenkenden und -aussehenden zu verteidigen. Vor der Gedenktafel im Foyer des Gerichtsgebäudes, die seit 2010 an das Verbrechen aus Fremdenhass erinnert, legten zahlreiche Menschen weiße Rosen nieder. Die schwangere El-Sherbini war am 1. Juli 2009 Zeugin in einer Berufungsverhandlung wegen rassistischer Beleidigung und wurde nach ihrer Aussage von dem Angeklagten erstochen.