So wurden in der vergangenen Jagdsaison 32 000 Wildschweine geschossen, während es im Vorjahr 22 600 waren. Allerdings weisen die Streckenzahlen - die Anzahl der geschossenen Tiere - über längere Zeiträume Schwankungen auf: So können lange, kalte Winter und feuchte Frühjahre zu einer Reduzierung des Bestandes bei Wildschweinen führen, weil Frischlinge dann nicht überleben. Wildschweine kommen nach Angaben des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft inzwischen in ganz Sachsen vor und haben auch stadtnahe Gebiete und die höheren Lagen des Erzgebirges erobert.

Die höchsten Abschusszahlen wurden mit 5000 Tieren im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge registriert, gefolgt vom Landkreis Görlitz mit 4000 erlegten Wildschweinen.

Landwirte sollen nach dem Willen des Ministeriums durch sogenannte Bejagungsschneisen auf den Feldern die Jagd auf Wildschweine auch außerhalb der Erntesaison erleichtern. Der Abschuss der Wildschweine ist nach Angaben der Jäger notwendig, weil die Tiere zum Teil erhebliche Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen anrichten.

Bei einem zu hohen Bestand von Rehen drohten derweil schwere Schäden in Wäldern, weil die Tiere mit Vorliebe die jungen Triebe von Bäumen abfressen. Auch beim Rehwild und den Waschbären gingen die Abschusszahlen nach oben.

So wurden in der vergangenen Saison 36 100 Rehe geschossen, nachdem es im Vorjahr 32 300 waren. Die Zahl der erlegten Waschbären stieg von 3250 auf 5300. Auch für diese Tierart erwarten die sächsischen Jäger tendenziell steigende Abschusszahlen.