Das habe eine Umfrage unter allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft ergeben. Dennoch würden die Lehrer immer noch schlechter bezahlt als ihre Kollegen an den staatlichen Schulen. Auch wichtige Investitionen wurden vielerorts mithilfe der Mehreinnahmen finanziert - etwa Baumaßnahmen an Schulgebäuden.

Mit dem neuen Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft, das im August 2015 in Kraft trat, bekommen die Privatschulen mehr Geld. Laut Kultusministerium hat sich im Schuljahr 2015/15 die Pauschale pro Schüler und Jahr an den freien allgemeinbildenden Schulen im Schnitt um rund 1000 Euro erhöht. In diesem Jahr unterstützt Sachsen die freien Schulen mit 327 Millionen Euro, im Vorjahr waren es rund 273 Millionen Euro.

"Dennoch gibt es eine erhebliche Finanzierungslücke", so Schneider. Viele Schulen stünden immer noch vor der Entscheidung, entweder dank der Mehreinnahmen auf Schulgeld zu verzichten und so die Eltern ihrer Schüler zu entlasten oder mit dem Geld Gebäude zu sanieren oder Lehrergehälter zu erhöhen. Laut Arbeitsgemeinschaft liegt das von den Eltern zu bezahlende Schulgeld im Schnitt derzeit bei rund 80 Euro pro Schüler und Monat. Nur vereinzelt hätten Privatschulen "an der Preisschraube" gedreht - und das Schulgeld etwa um 30 Euro pro Monat reduziert.