Zusammen mit Hessen, wo am kommenden Sonntag gleichzeitig mit dem Bundestag auch ein neuer Landtag gewählt wird. Den neuesten Umfragen zufolge könnte es dort hauchknapp wieder für Schwarz-Gelb reichen. So sieht das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap für die hessische CDU 40 Prozent, für SPD 32 und für die Grünen 12,5. Die Liberalen könnten demnach mit sechs Prozent dem regierenden Bündnis den Machterhalt sichern.

Anders als in Bayern, wo die FDP mit drei Prozent aus dem Landtag flog. Einen "unendlich traurigen Tag für die FDP", befand Sachsens Landesvorsitzender Holger Zastrow bereits am Sonntag nach den ersten Hochrechnungen.

Die bayerischen Freunde seien im Schatten der CSU "um die Früchte ihrer erfolgreichen Arbeit gebracht worden". Für die bevorstehende Bundestagswahl stehe indes fest: "Erststimme CDU, Zweitstimme FDP." Nur so könnten die Wähler verhindern, dass sie am Montag in einer "Republik der Umverteiler, Steuererhöher und Bevormunder" aufwachten.

Dass sich die Liberalen nach der Bayernwahl im Schmerz winden, nutzen indes die Freien Wähler, sich als "wertkonservativ-liberale Kraft" und "neues bürgerliches Korrektiv" vorzudrängeln. So sieht der sächsische Landeschef und Spitzenkandidat, Bernd Gerber, nun bestätigt, "dass wir der Union nichts wegnehmen, sondern eigene Wählerschichten ansprechen und gewinnen".

Sachsens Grüne sind durch die Wahl in München aufgeschreckt. "Wir werden in den nächsten Tagen auch in Sachsen noch deutlicher machen müssen, was am 22. die Alternativen sind", sagte der Landesvorsitzende Volkmar Zschocke. Man wolle um jede Zweitstimme kämpfen.

Gelassener zeigt sich unterdessen Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), er sieht im Sieg Horst Seehofers (CSU) den "richtigen Schub" für die Union am kommenden Sonntag.