Wer eine lebenslängliche Haft verbüße, dürfe keinen Anspruch auf vorzeitigen Hafturlaub haben. "Die Resozialisierung hat im Gefängnis und nicht außerhalb stattzufinden."

Einige Bundesländer wollen verurteilten Schwerverbrechern früher als bisher Hafturlaub ermöglichen. Danach sollten diese bereits nach fünf statt wie bisher nach zehn Jahren einen Langzeitausgang erhalten. Sachsen hat sich bislang nicht offiziell dazu geäußert.

Opfern sei eine Änderung des Gesetzes nicht zu vermitteln, so Schiemann. "Die beabsichtigte Lockerung des Vollzuges kann zur vorzeitigen Konfrontation zwischen Opfern und Tätern führen. Dies ist für die Opfer nicht zumutbar. Es dürfen keine Experimente zulasten der Sicherheit unserer Bürger durchgeführt werden", erklärte Schiemann weiter.