Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat im vergangenen Jahr von hohen Holzpreisen und steigender Nachfrage profitiert. "Es war ein sehr erfolgreiches Jahr", sagte Geschäftsführer Hubert Braun am Mittwoch in Dresden. Nach eigenen Angaben hat der Staatsbetrieb 2014 ein Plus von 24,6 Millionen Euro erzielt und damit das beste Geschäftsergebnis seit seiner Gründung 2006. Insgesamt nahm der Staatsbetrieb im Vorjahr rund 142,9 Millionen Euro ein - dem gegenüber standen Betriebskosten von 118,3 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 1,1 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen. "Eine solche Größenordnung hatten wir bisher noch nicht", so Braun. Aus dem Holzverkauf erzielte der Sachsenforst einen Überschuss von rund 35 Millionen Euro, der wiederum in die Bereiche Waldpflege, Naturschutz und Erholung fließen soll. Gefällt wurden vor allem Fichten (68 Prozent), gefolgt von Kiefern (19 Prozent) und Buchen (zwölf Prozent). Das Holz geht unter anderem in die Industrie oder wird zu Brennholz und Hackschnitzeln verarbeitet. Trotz des Holzeinschlages lägen die Holzvorräte auf einem Rekordniveau, betonte Braun. Auf jedem Hektar Landeswald stünden derzeit 338 Kubikmeter Holz pro Hektar an Vorrat.

Im vergangenen Jahr hat es zudem kaum Schäden durch Borkenkäfer oder Unwetter gegeben. Rund 25 000 Kubikmeter Schadholz fielen durch Käferfraß an. Wird es in den nächsten Monaten warm und trocken, könnte die Population allerdings ansteigen, sagte Braun.

Auch beim Waldumbau von anfälligen Monokulturen hin zu robusten Mischwäldern kommt Sachsen voran: Im Vorjahr wurden rund 6,4 Millionen Bäume gepflanzt, darunter vor allem Rotbuchen und Weißtannen. Davon können sich die Sachsen bei einem Spaziergang im Wald überzeugen: Rund 1,5 Millionen Euro wurden 2014 in mehr als 500 Kilometer Erholungswege investiert. Im Sachsenforst sind rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt.