Danach gab es im vergangenen Jahr 17 Wildunfälle mit Personen- und hohem Sachschaden weniger als 2015. "Es kann jeden Autofahrer treffen, der in der Dämmerung unterwegs ist", warnte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst. Und auch mit Frühlingsbeginn sei die Gefahr nicht gebannt.

Bei 114 der Wildunfälle wurden Menschen verletzt, erstmals seit vier Jahren gab es wieder einen Toten. Die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zum Vorjahr um zwölf auf 132. In vier Fällen standen die Autofahrer unter Alkoholeinfluss, 22-mal entstand Sachschaden. In der Statistik sind 36 schwer- und 96 leichtverletzte Menschen erfasst - etwas weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl aller Wildunfälle - inklusive der mit Blechschäden - schätzte eine Sprecherin der Behörde auf rund 10 000. Eine konkrete Bilanz für 2016 lag noch nicht vor. In den Jahren 2014 und 2015 wurden fast 11 100 beziehungsweise knapp 12 000 registriert.

Besonders stark von Wildunfällen sind Rehe betroffen, gefolgt von Wildschweinen, wie der Sachsenforst-Sprecher sagte. Vorsicht sei geboten, denn mit Umstellung auf Sommerzeit treffe der Berufsverkehr genau die Dämmerungsphase - die kritische Zeit.