Aller Voraussicht nach soll der Stoff bis März des nächsten Jahres auf eine Liste verbotener Stoffe kommen.

Das sei ein großer Durchbruch, hieß es. "Damit haben unsere intensiven Bemühungen, die Verkehrsfähigkeit des Crystal-Grundstoffs Chlorephedrin einzuschränken, Früchte getragen", erklärte Gemkow.

Der Justizminister hatte am Dienstag zu einer Diskussionsrunde über die Bekämpfung der Droge in das Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel eingeladen. "Neue Drogen wie Crystal verbreiten sich in Windeseile über Staatsgrenzen hinweg", so Gemkow. Dem gelte es, europaweit frühzeitig entgegenzuwirken.

Grundsätzlich ist der Handel mit Chlorephedrin laut Bundeskriminalamt erlaubt - allerdings legal nur zu Forschungs- und Versuchszwecken. Allerdings kann die Chemikalie etwa in polnischen Apotheken ohne Weiteres erworben werden. Und in illegalen tschechischen Laboren wird sie dann weiterverarbeitet.