Derzeit halte der Freistaat in neun Objekten in Dresden, Leipzig und Chemnitz 5210 Plätze bereit, von denen 975 belegt seien. Hinzu kämen weitere vier Objekte im Standby-Betrieb. Vor dem Hintergrund der unklaren Entwicklung beim Flüchtlingszuzug von Überkapazitäten zu sprechen, sei seines Erachtens dennoch "zumindest im Moment problematisch", sagte Gökelmann. "Eine Situation, wie wir sie 2015 erlebt haben, möchte ich nicht noch einmal miterleben."

Auf dem Hoch der Flüchtlingskrise gab es Ende 2015 im Land 41 Objekte mit insgesamt 16 700 Plätzen. Bis Ende März seien in diesem Jahr 2200 neue Flüchtlinge nach Sachsen gekommen. Zum Vergleich: Allein im November 2015 waren es 17 000. Mit Stichtag 31. März dieses Jahres lebten 26 200 Asylbewerber im Freistaat, davon mit 25 100 die allermeisten in kommunaler Unterbringung. Mit der Konzentration auf die drei Großstädte habe der Freistaat sein Konzept zur Erstunterbringung umgesetzt, sagte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) beim Besuch einer Einrichtung in der Bremer Straße in Dresden.