Wie Müller am Freitag mitteilte, soll die Produktion von Salaten, Saucen und Dressings an nur noch einem einzigen Standort gebündelt werden.

Bis 2020 sollen die Standorte Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal in Thüringen geschlossen werden. In Floh-Seligenthal sind derzeit etwa 60 Mitarbeiter beschäftigt. Favorisiert für einen neuen, zentralen Standort werde das sächsische Leppersdorf, wo Müller bereits eine große Molkerei mit rund 2500 Mitarbeitern betreibt.

Die sächsische Regierung zeigte sich erfreut über die Überlegungen. Es gebe bereits seit längerer Zeit Gespräche mit Homann, die unmittelbar vor dem Abschluss stünden, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Mangold (SPD) in Dresden. "Wir freuen uns, dass die Firma Homann den Standort Leppersdorf priorisiert und würden eine solche Standortentscheidung sehr begrüßen." Dies wäre ein Beleg, "dass der Standort Sachsen eine hohe Akzeptanz hat und attraktiv ist".

Geplant seien in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro, teilte Müller mit. Hintergrund sei eine vom scharfen Wettbewerb und mangelnden Entwicklungspotenzial an den vier Produktionsstätten ausgelöste Krise des Unternehmens.

Noch ist der endgültige Beschluss zum Umzug nach Leppersdorf nicht gefallen. Mit einer Entscheidung für den sächsischen Standort könnte dort die Mitarbeiterzahl nach Unternehmensangaben auf bis zu 3500 steigen. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort seien mehr als 40 Alternativen in ganz Europa geprüft worden. Homann favorisiere trotz einiger Kostennachteile aber den Standort Deutschland. Nicht betroffen von den Plänen sind die Produktionsstätten der Homann Feinkost GmbH in Rogätz (Sachsen-Anhalt) und Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern).