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| 02:38 Uhr

Zwickauer Mordprozess – Zweifel an Einschränkungen des Angeklagten

Justizbeamte helfen dem Angeklagten aus dem Rollstuhl.
Justizbeamte helfen dem Angeklagten aus dem Rollstuhl. FOTO: dpa
Zwickau. Im Zwickauer Prozess um den Mord an einer jungen Frau im Jahr 1987 haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage am Mittwoch Zweifel an der eingeschränkten Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten geäußert. Zugleich warfen die Anwälte der Familie des Opfers dem Gericht vor, dies nicht ausreichend zu prüfen. dpa/bl

Damit reagierten sie darauf, dass der Vorsitzende Richter die ständige Anwesenheit eines Gutachters abgelehnt hat. "Ich bin unzufrieden damit, wie das Gericht mit der Frage der Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten umgeht", sagte Nebenklage-Anwalt Herbert Posner nach Ende des dritten Verhandlungstages.

Angeklagt vor dem Landgericht Zwickau ist ein 61-Jähriger, der nach einem Schlaganfall 2012 gesundheitliche Probleme hat. Ihm wird vorgeworfen, am 9. April des Jahres 1987 die damals 18 Jahre alte Heike Wunderlich vergewaltigt und erdrosselt zu haben. Laut Gutachten ist der Frührentner nur für zwei Stunden pro Tag mit einer Pause dazwischen verhandlungsfähig. Der Prozess wird heute fortgesetzt.