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Zug der Erinnerung“ macht in Görlitz Station

Görlitz.. Der „Zug der Erinnerung“ – eine Ausstellung über die Verschleppung und Ermordung von Kindern und Jugendlichen zwischen 1940 und 1945 – ist auf dem Görlitzer Bahnhof angekommen.

Bundesweit habe die Aktion eine große Anteilnahme am Schicksal deportierter Kinder während des Nationalsozialismus ausgelöst, sagte der Vorstandssprecher der Initiative, Hans-Rüdiger Minow, gestern. "Der Zug ist Katalysator." Bis Montag macht er in Görlitz Station.
Ursprünglich sollte Görlitz der letzte Ort der Ausstellung in Deutschland sein. Mit etwa 100 Reisenden, darunter 70 Jugendliche, wird der Zug am Mittwoch die Grenze nach Polen überqueren. Noch am gleichen Tag soll er nach einem Zwischenhalt in Wroclaw (Breslau) in Auschwitz (Oswiecim) eintreffen. In der Gedenkstätte des Konzentrationslagers werden Lebenszeugnisse der deportierten Kinder und Jugendlichen am 8. Mai symbolisch niedergelegt.
Seit Fahrtbeginn im November 2007 haben bereits rund 225 000 Besucher die mobile Schau gesehen. Der Gedenkzug war in Frankfurt/Main gestartet. Die Wanderschau in zwei Eisenbahnwaggons hat bislang auf 62 Bahnhöfen einen Halt eingelegt. (dpa/ta)