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Zollfahnder heben illegale Pyro-Werkstatt aus

Dresden/Schmalkalden. Zollfahnder aus Dresden haben im thüringischen Schmalkalden eine Werkstatt zur Herstellung illegaler Pyrotechnik ausgehoben. Ein 20-Jähriger hatte sie im Wohnhaus seiner Eltern eingerichtet, gab das Zollfahndungsamt Dresden am Mittwoch bekannt. dpa/kr

Die Beamten fanden dort auch Behälter mit Chemikalien. Sie hätten ausgereicht, um mindestens sechs Kilogramm Schwarzpulver herzustellen. Außerdem wurden bereits fertige Kugelbomben und Rohlinge zum Bau von Feuerwerkskörpern entdeckt. Gegen den Mann läuft nun ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.

"Wegen der besonderen Gefahrensituation wurden Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Thüringen und der Bundespolizeiinspektion Pirna angefordert, welche für die Bergung und den sicheren Abtransport der gefährlichen Gegenstände gesorgt haben", erklärte Behördensprecherin Adriana Conradi. Eine Zulassung für den Besitz, die Lagerung und Herstellung der Knallkörper besitze der junge Mann nicht. Allein im letzten Quartal 2016 hatten Dresdner Zollfahnder in Sachsen und Thüringen rund eine Tonne verbotene oder erlaubnispflichtige Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen.