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MDR
Zoff um Dresden-Tatort – Hauptdarstellerin steigt aus

Die Schauspielerin Alwara Höfels, aufgenommen am 21.02.2017 in einem Hotel in Hamburg bei einem Fototermin für den Fernsehfilm „Das doppelte Lottchen“.
Die Schauspielerin Alwara Höfels, aufgenommen am 21.02.2017 in einem Hotel in Hamburg bei einem Fototermin für den Fernsehfilm „Das doppelte Lottchen“. FOTO: Christian Charisius / dpa
Leipzig/Dresden. Alwara Höfels steigt beim Dresden-Tatort aus. Sie sieht „ihre Verantwortung als Künstlerin gefährdet“. Wie geht es jetzt weiter?

Die Schauspielerin, in der Rolle als Henni Sieland das markanteste Gesicht des Ermittlerteams, verabschiede sich nach den Dreharbeiten zur sechsten MDR-„Tatort“-Folge mit dem Arbeitstitel „Wer jetzt allein ist“ aus dem Team. Das teilte der MDR mit. Darin steht Höfels (35) zum letzten Mal an der Seite von Karin Hanczewski und Martin Brambach vor der Kamera. Er soll am Pfingstsonntag im Ersten zu sehen sein.

Die in Berlin lebende Schauspielerin, die 2007 mit ihrem Kinodebüt in Til Schweigers „Keinohrhasen“ bekannt wurde, teilte mit, sie ziehe diese persönliche Konsequenz, bedauere aber, sich von ihren großartigen Kollegen verabschieden zu müssen. Als Begründung gab sie an: „Unterschiedliche Auffassungen zum Arbeitsprozess und ein fehlender künstlerischer Konsens haben nach vielen Gesprächen diesbezüglich dazu geführt, dieses renommierte Format zu verlassen, da ich meine Verantwortung als Künstlerin ansonsten gefährdet sehe.“

Der MDR bedauert ebenfalls, dass die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit ende. „Auch wenn der Sender die persönlichen Gründe von Frau Höfels natürlich respektiert.“ Das erste weibliche Ermittlerduo Sieland und Hanczewski nahm mit „Auf einen Schlag“ Anfang März 2016 die Arbeit auf und erreichte 9,55 Millionen Zuschauer. Auch der jüngste Fall „Auge um Auge“ am 12. November kam auf 9,32 Millionen und einen starken Marktanteil von 25,7 Prozent.

Konsequenzen will der MDR aber nicht ziehen. Das Ermittlerteam aus Dresden soll weiter machen. Cornelia Gröschel (30), eine gebürtige Dresdnerin, soll die frei werdende Stelle ausfüllen.

(dpa)