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| 13:33 Uhr

Ermittlungen zu Ausschreitungen 2015
Wohnung Verdächtiger in Heidenau durchsucht

Polizei sichert im August 2015 den ehemaligen Praktiker Baumarkt in Heidenau  vor Übergriffen von Gegner der Asylunterkunft.
Polizei sichert im August 2015 den ehemaligen Praktiker Baumarkt in Heidenau vor Übergriffen von Gegner der Asylunterkunft. FOTO: dpa / Arno Burgi
Pirna/Dresden . Schon drei Jahre liegen die Ausschreitungen im sächsischen Heidenau zurück. Die Ermittlungen dauern immer noch an.

Infolge der rassistischen Ausschreitungen vor einer Flüchtlingsunterkunft im August 2015 in Heidenau (Sächsische Schweiz) ist die Polizei am Dienstag in Pirna im Einsatz gewesen. Im Zuge von Ermittlungen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs durchsuchten Beamte des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums am frühen Morgen mehrere Wohnräume einer 20-Jährigen, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Weitere Angaben machte die Behörde nicht.

Die Frau soll am 22. August unter rund 100 gewaltbereiten Vermummten aus der rechtsextremen Szene gewesen sein, die eine linke Demonstration vor der Erstaufnahme in der Stadt stören und Polizisten angreifen wollten. Am Vortag hatte ein Mob unter Beteiligung vieler Neonazis vor einem zur Asylunterkunft hergerichteten Ex-Baumarkt randaliert, den Einzug der ersten Flüchtlinge blockiert und die Stadt international in Verruf gebracht.

Drei Nächte in Folge war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen insgesamt 31 Polizisten verletzt wurden. Einige Tage später war Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Besuch der Stadt als „Volksverräterin“ geschmäht worden. Die Asylunterkunft war für 700 Menschen ausgelegt und nach den Vorfällen geschlossen worden.

(dpa/uf)