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| 03:05 Uhr

Winterdienst in diesem Jahr nur halb so teuer

Zur Schneeberäumung müssten im vergangenen Winter weniger Fahrzeuge als sonst ausrücken. Foto: dpa
Zur Schneeberäumung müssten im vergangenen Winter weniger Fahrzeuge als sonst ausrücken. Foto: dpa FOTO: dpa
Dresden. Sachsen hat in diesem Winter nur halb so viel Geld für den Winterdienst ausgegeben wie im Jahr zuvor. "Wir haben rund 50 Prozent der Kosten eingespart", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. dpa/uf

Eine genaue Zahl nannte das Ministerium nicht. "Das verschafft uns Luft für andere Aufgaben", hieß es.

Wegen der Einsparungen könnten nun zusätzlich Schlaglöcher beseitigt oder Wiesen an den Straßenrändern gemäht werden. Insgesamt haben die Streufahrzeuge 75 400 Tonnen Salz auf den Autobahnen und Staatsstraßen verteilt, im vorigen Winter waren es rund 147 200 Tonnen. Zu den Winterschäden auf den Straßen könnten derzeit allerdings noch keine Aussagen getroffen werden, hieß es. "Erst gegen Ende März, wenn der Winter wirklich vorbei ist, werden die Schäden aufgenommen", sagte ein Sprecher.

Von November bis Februar hat Dresden insgesamt rund 1,25 Millionen Euro für den Winterdienst ausgegeben. Davon wurden neben Split, Salz, Fahrzeugen und Einsätzen auch zahlreiche Schneezäune und Streugutkisten finanziert. Der vergleichsweise milde Winter bescherte der Stadt Einsparungen in Höhe von rund 2,45 Millionen Euro. Auch die Lager sind noch prall mit Streugut gefüllt: Gerade einmal 2000 Tonnen Streusalz wurden bei insgesamt 53 Einsätzen verbraucht. Im Winter 2010/2011 waren es nach Stadtangaben rund 10 000 Tonnen Salz. Derzeit sind die Mitarbeiter der Stadt damit beschäftigt, sämtliche Straßenschäden aufzunehmen. "Etwa einhundert sind bereits gezählt", sagte Stadtsprecherin Nora Jantzen. Rund 1,3 Millionen Euro stehen für die Reparatur zur Verfügung.

Der milde Winter hat auch das Stadtsäckel von Chemnitz geschont: Rund 2,2 Millionen Euro kostete der Winterdienst im Jahr 2011 - knapp 40 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Rund 3400 Tonnen Streusalz liegen noch in den Lagern und dienen als Reserve für die nächste Saison. Nur knapp 3500 Tonnen Salz wurden verbraucht, etwa ein Viertel der Menge des Vorjahres. "Auch die Winterschäden sind durch den weniger strengen Winter geringer ausgefallen", sagte Beate Bodnar vom Stadtreinigungsbetrieb. Die ersten Schlaglöcher werden derzeit bereits gestopft, eine halbe Million Euro kann Chemnitz für die Beseitigung der Winterschäden ausgeben.