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Wilders-Kundgebung endet mit zwölf Ermittlungsverfahren

Dresden. Trotz Schützenhilfe von Geert Wilders haben die Abendlandsretter von Pegida an diesem Montag nicht zu alter Größe gefunden. Der Abend, von dem schon das Schlimmste erwartet wurde, endete ruhig. Christine Keilholz

Mit einer offiziellen Teilnehmerzahl hielt sich die Polizei diesmal zurück. Indes war am Montagabend in der Dresdner Flutrinne überdeutlich, dass sich Pegida übernommen hatte. Angemeldet hatte der Islamgegner-Verein 30 000 Leute für die Kundgebung mit dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. Gekommen waren, je nach Schätzung, 8000 bis 10 000 Anhänger.

Nach eineinhalb Stunden war die Versammlung beendet - viele Zuhörer an der Pegida-Bühne machten sich indes schon während der Reden auf den Heimweg. Deutlich länger bestimmten die Gegendemonstrationen das Bild. Schon am Nachmittag fanden sich an die 2500 Menschen zum Sternlauf ein.

An einer spontanen Demo von Pegida-Gegnern in der Nähe der Flutrinne leitete die Polizei die Wilders-Fans vorbei. Die Polizei leitete rund um die Demos zwölf Ermittlungsverfahren ein - so wegen Landfriedensbruch, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. 1500 Beamte waren im Einsatz, auch aus Brandenburg, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen.