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| 02:38 Uhr

Wiedergewählte AfD-Chefin Petry fordert Neuwahlen im Bund

Fordert Neuwahlen im Bund: Frauke Petry.
Fordert Neuwahlen im Bund: Frauke Petry. FOTO: dpa
Markneukirchen. Die AfD-Chefin Frauke Petry hat ihre massive Kritik an der Flüchtlingspolitik in Deutschland mit dem Ruf nach Neuwahlen verbunden. Auf dem Landesparteitag in Sachsen kündigte Petry an, die AfD wolle in Zukunft Regierungsverantwortung übernehmen. dpa/sm

Die Machtfrage im Bund müsse so schnell wie möglich geklärt werden, damit es endlich wieder zur Klärung von Sachfragen in Deutschland komme, argumentierte Petry am Sonntag in Markneukirchen. "Dazu brauchen wir schnelle Neuwahlen." Die nächsten Bundestagswahlen stehen im Herbst 2017 an.

Petry führt auch die Sachsen-AfD weiter an. Die 40-Jährige erhielt am Sonntag 84,5 Prozent der Stimmen. Sie konnte damit ihr Ergebnis der letzten Wahl auf Landesebene 2013 (80,2 Prozent) verbessern. Einen Gegenkandidaten hatte Petry nicht.

Petry feierte den Wahlsieg auf ihre Weise: Sie setzte sich ans Klavier und spielte die erste Strophe des deutschen Volksliedes "Die Gedanken sind frei." Viele Parteimitglieder bildeten einen Chor.

Am Sonntag ging es kurz auch um das Verhältnis der AfD zur islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung. Petry wurde gefragt, ob die AfD der politische Arm der Bewegung werden solle. Petry antwortete ausweichend. Sie verstehe jeden Bürger, der in Sachsen auf die Straße gehe. Die AfD wolle aber genau wie Pegida unabhängig bleiben.

In Kassel bewarf am Sonntag unterdessen ein als Clown verkleideter Mann die AfD-Politikerin Beatrix von Storch mit einer Torte bei einer nicht-öffentlichen Sitzung der Bundesprogrammkommission.