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Wieder mehr Motorradunfälle in Sachsen im vergangenen Jahr

Motorradfahrer sind bei Unfällen besonders gefährdet.
Motorradfahrer sind bei Unfällen besonders gefährdet. FOTO: dpa
Dresden/Kamenz. Nach mehrfachem Rückgang ist die Zahl der Motorradunfälle in Sachsen 2014 wieder gestiegen. Von Januar bis November summierten sie sich laut einer Übersicht des Statistischen Landesamtes auf 1121 – das sind mehr als im gesamten Vorjahr. dpa/uf

Zwischen 2008 und 2013 waren nach Angaben des Innenministeriums in Dresden - mit einem Ausreißer im Jahr 2012 - jeweils weniger Biker-Verkehrsunfälle registriert worden.

Die Zahl sank in dem Zeitraum von 1429 auf 1072. Im Jahr 2012 gab es einen Anstieg auf 1289 Motorradunfälle; und im Jahr danach erhöhte sich die Zahl der Todesopfer erstmals seit 2009 wieder - um drei auf 34. Für das Gesamtjahr 2014 liegt die detaillierte Statistik noch nicht vor, wie eine Ministeriumssprecherin sagte. Vor 15 Jahren verunglückten in zwölf Monaten 1880 Biker, 41 davon tödlich. Auch die Verletztenzahl überstieg mit 1839 die Bilanz der jüngeren Vergangenheit: Sie sank von 2008 bis 2013 von 1390 auf 1038.

Im vergangenen Jahr kamen wieder mehr Biker zu Schaden, obwohl der Freistaat weiter in Schutzmaßnahmen an Unfallschwerpunkten investiert hat.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind rund 40 Kilometer besonders gesichert, etwa durch einen Unterfahrschutz an Leitplanken. Markus Löffler vom ADAC Sachsen sieht in der immer längeren Motorradsaison und der verstärkten Zulassung von Fahrzeugen Gründe für die negative Entwicklung. "Das Motorrad ist bei älteren Semestern ein Statussymbol und wird in der Regel nicht mehr so oft gefahren."

Die 40- bis 60-Jährigen setzten sich dann nach langer Zweiradpause unerfahren auf meist große Maschinen. "Nach 20 Jahren ohne Übung bin ich auch ein Fahranfänger." Da fehle es an Fahrvermögen. "Wer eine längere Pause hatte, sollte vor der ersten Ausfahrt trainieren."