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| 02:37 Uhr

Wie funktioniert Landwirtschaft 4.0?

Klaus Höhn, Vizepräsident des amerikanischen Land- und Baumaschinenherstellers Deere & Company, spricht in der Gläsernen Manufaktur.
Klaus Höhn, Vizepräsident des amerikanischen Land- und Baumaschinenherstellers Deere & Company, spricht in der Gläsernen Manufaktur. FOTO: dpa
Dresden. Die Landwirtschaft setzt auf Hightech: Unter dem Titel "Feldschwarm®" arbeitet ein Bündnis aus sieben sächsischen Firmen, der Technischen Universität Dresden sowie zwei sächsischen Fraunhofer-Instituten zusammen mit dem John Deere European Technology Innovation Center in Kaiserslautern, an intelligenten Lösungen. Wie das Wirtschaftsministerium in Dresden gestern mitteilte, unterstützt der Bund das Vorhaben mit rund 8,6 Millionen Euro. Jörg Schurig

Zur Auftaktveranstaltung kamen am Mittwoch etwa 80 Fachleute in die Gläserne Manufaktur von VW in Dresden.

"Hier führt Industrie 4.0 zu Landwirtschaft 4.0", sagte Minister Martin Dulig (SPD). "Das ist nicht nur hoch effizient, sondern soll vor allem für eine Landwirtschaft sorgen, die möglichst nachhaltig ist und wertvolle Ressourcen schont." Die Kombination von Technologien aus der Werkstoffwissenschaft, der Elektrotechnik, dem Maschinen- und Fahrzeugbau und weiteren Bereichen ziele auf einen effizienten Einsatz hochautomatisierter und möglichst elektrisch angetriebener Landmaschinen. Bei "Feldschwarm®" geht es vor allem um autonome Landmaschinentechnik.

"Die Verknüpfung von vielfältigen Technologien verdeutlicht einmal mehr, wie anwendungsbreit die sächsische Wirtschaft und die hiesige Forschungslandschaft aufgestellt sind", meinte Dulig. Ziel des Projekts sei eine bodenschonende Feldbearbeitung. Nach Ministeriumsangaben soll das unter Einsatz von emissionsfreien Antriebssystemen möglich sein. Die dafür benötigte Antriebskraft werde elektrisch auf Räder und Arbeitsgerät der "Schwarmfahrzeuge" verteilt.

"Die Elektrifizierung, die genaue Navigation, die umfassende Sensorausstattung sowie die autonomen Fahrfunktionen zielen außerdem auf deutlich höhere Automatisierungs- und Energieeffizienzgrade", hieß es. Damit wolle man einen Beitrag zur Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung leisten.