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Weniger Sachsen als im Bundesdurchschnitt im Internet

Leipzig. In Sachsen nutzen weit weniger Menschen als im bundesdeutschen Durchschnitt das Internet. Rund 70 Prozent der sächsischen Einwohner riefen im Jahr 2011 regelmäßig Internetseiten auf, wie repräsentative Erhebungen des Nonliner-Atlasses der Initiative D21 ergab. dapd/uf



Die meisten Internetnutzer gab es in Bremen (80 Prozent), Berlin (79 Prozent) und Baden-Württemberg (78 Prozent). Der bundesdeutsche Durchschnitt lag bei knapp 75 Prozent, Sachsen erreicht im Ländervergleich den zwölften Platz.

„Ursachen sind die schlechte Verfügbarkeit schneller Internetverbindungen und die Abwanderung gut ausgebildeter Menschen“, sagte Daniel Ott von der Initiative D21. „Viele junge Menschen, die schon mit dem Internet aufgewachsen sind und es auch im Beruf nutzen, sind wegen der Ausbildung oder der Arbeit in die alten Bundesländer gegangen“. Für die Internetnutzung sei es generell wichtig, ob es auch im Beruf benötigt werde: „Wer es im Beruf nicht nutzt, ruft es auch privat nicht so oft auf“, erläuterte Ott.

Bei einem größeren Anteil von Arbeitslosen in Sachsen als in den alten Bundesländern sei dann auch der Anteil der Menschen größer, die kein Internet nutzten. Groß sind die Unterschiede zwischen dem Anteil von Männern und Frauen, die das Internet nutzen.

Während knapp 79 Prozent der sächsischen Männer regelmäßig im Internet unterwegs sind, liegt der Anteil bei den Frauen bei nur knapp 63 Prozent. Der bundesdeutsche Durchschnittswert beträgt für Männer 81 Prozent und für Frauen 69 Prozent. „Im Alter bis zu etwa 40 Jahren ist es noch ausgeglichen, danach werden die Unterschiede immer größer“, berichtete Ott.