• In Dresden ist bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe gefunden worden.
  • Anwohnerinnen und Anwohner sind wegen der geplanten Sprengung evakuiert worden.
  • Den Zünder der Bombe haben Experten ausgebaut. Nun soll der Zünder gesprengt werden.
In Dresden haben Experten am Donnerstag, 6. Oktober 2022, eine Weltkriegsbombe entschärft. „Nach mehr als zweistündiger Arbeit hatte sich der Sprengmeister entschlossen, den Zünder zu entfernen. Dieser muss nun noch gesprengt werden“, sagte Polizeisprecher Marko Laske am Donnerstagnachmittag.
Anschließend sollte die 250 Kilogramm schwere Bombe zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht und alle Evakuierungsmaßnahmen sowie Straßensperrungen aufgehoben werden.
Der Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch, 5. Oktober bei Bauarbeiten in Dresden entdeckt worden. „Da der Zünder stark deformiert ist, handelt es sich nicht um einen alltäglichen Einsatz“, sagte der Polizeisprecher.
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Schwarzheide

Dresden: Wo ist die Weltkriegsbombe gefunden worden?

Laut Polizei ist die Weltkriegsbombe in Dresden am 5. Oktober 2022 im Stadtteil Friedrichstadt, nahe dem Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt, an der Friedrichstraße. In der Nähe liegen die Tram-Haltestelle Vorwerkstraße und gegenüber die Matthäuskirche mit dem Matthäusfriedhof.
Der Stadtteil Friedrichstadt befindet sich unweit des Stadtzentrums. Dresden war im Zweiten Weltkrieg Ziel heftiger Bombardements, große Teile der historischen Altstadt wurden dabei zerstört.

Weltkriegsbombe Dresden: Wo wird evakuiert?

Die Polizei hat über einen festgelegten Evakuierungsbereich informiert. Demnach sind einige Objekte gelb gekennzeichnet worden, in denen besonderes Verhalten angewiesen worden sei.
Dort durften die Gebäude nicht verlassen werden. Der Aufenthalt sei nur in Räumen gestattet, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Die Bewohner der Gebäude sollten laut Polizei die Nähe von Fenstern meiden.
„Alle anderen Menschen, die in diesem Evakuierungsgebiet wohnen, werden aufgefordert, den Bereich bis 9 Uhr zu verlassen“, teilte die Polizei am Mittwochabend, 5. Oktober, mit. Insgesamt waren davon laut Polizei rund 3300 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen.
Der Screenshot von der Karte (Quelle: Polizei Sachsen) zeigt den Evakuierungsbereich rund um den Fundort der am 5. Oktober 2022 in Dresden gefundenen Weltkriegsbombe.
Der Screenshot von der Karte (Quelle: Polizei Sachsen) zeigt den Evakuierungsbereich rund um den Fundort der am 5. Oktober 2022 in Dresden gefundenen Weltkriegsbombe.
© Foto: Polizei Sachsen/ Screenshot: LR
Nachdem Polizeibeamte von Tür zu Tür gegangen waren und so sicherstellten, dass alle Menschen in dem Sperrkreis ihre Wohnungen verlassen hatten, war ein Hubschrauber über das Gebiet geflogen.

Weltkriegsbombe Dresden: Wo sind die Notunterkünfte?

Laut Polizei sind mehrere Notunterkünfte vorbereitet worden.
  • Messe Dresden, Messering (Messehalle 1)
Laut Polizei nahmen 25 Menschen, die im Evakuierungsbereich wohnen, das Angebot wahr und hielten sich während der Bombenentschärfung in der Messehalle auf.
  • 35. Oberschule, Badweg 2 (Turnhalle).
Dort sollten sich diejenigen einfinden, die sich in Corona-Quarantäne befinden bzw. entsprechende Symptome aufweisen. In der 35. Oberschule stehe eine medizinische Betreuung bereit.
Die Polizei wies darauf hin, dass die Notunterkünfte nicht zwingend aufgesucht werden müssten, sondern nur, wenn keine andere Unterkunftsmöglichkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung stehe.
Für die Betroffenen stand laut Polizei ab 7 Uhr am 6. Oktober ein Busshuttle an den folgenden Anlaufpunkten bereit:
  • Friedrichstraße 41, Haupteingang Städtisches Klinikum Dresden
  • Waltherstraße in Höhe der Wachsbleichstraße.

Weltkriegsbombe Dresden: Was passiert im nahen Krankenhaus?

Der Fundort der Weltkriegsbombe in Dresden in der Friedrichstraße liegt in einem Wohngebiet und nahe eines großen Krankenhauses. Das Klinikum Friedrichstadt sollte während der Bombenentschärfung allerdings nicht geräumt werden, wie die Polizei am Mittwochabend, 5. Oktober, mitteilte.
Diese Entscheidung sei aufgrund einer Einschätzung des Sprengmeisters gefallen. Patienten sollten innerhalb des Krankenhauses in sichere Gebäudeteile verlegt werden.

Weltkriegsbombe Dresden: Woher stammt die Bombe?

Bei der am 5. Oktober 2022 gefundenen Bombe handelt es sich nach Polizeiangaben um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese Bombe sei US-amerikanischer Bauart. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatten demnach bei der Untersuchung der Bombe einen erheblich deformierten Kopfzünder festgestellt.
Die Bombe wiegt demnach etwa 250 Kilogramm.

Dresden: Wie wird die Weltkriegsbombe entschärft?

Laut Polizei in Sachsen ist die Entschärfung der Weltkriegsbombe am Donnerstagmittag, 5. Oktober 2022, mit einer Wasserschneidanlage geplant. Bis zur geplanten Entschärfung halte die Polizei den direkten Bereich des Fundorts gesperrt.

Weltkriegsbombe Dresden: Wie informieren Polizei und Stadt?

Aktuelle Informationen sind auf den Internetseiten und den Social-Media-Kanälen der Sächsischen Polizei sowie der Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht worden.
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Zudem wollte die Stadt Dresden am 6. Oktober 2022 ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0351 488 76 66 einrichten.
Die Polizei in Dresden machte mit Lautsprecherdurchsagen auf die Entschärfung im Stadtteil Friedrichstadt aufmerksam.

Weltkriegsbombe Dresden: Hinweise für Autofahrer und Bahnfahrer

Nach Angaben der Polizei vom 6. Oktober, vormittags, ist das Evakuierungsgebiet rund um die Friedrichstraße in Dresden von den Einsatzkräften abgesperrt worden. Der Verkehr im Umfeld werde von der Polizei abgeleitet, teilte ein Polizeisprecher mit.
Nach Angaben der Dresdner Verkehrsbetriebe AG konnten wegen der geplanten Bombensprengung in der Friedrichstadt bestimmte Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen zeitweise nicht bedient werden, einige Linien sollten umgeleitet werden.
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Die Polizei bat die Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Bereichs, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Neben Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren laut Polizei am 6. Oktober 270 Polizisten eingesetzt.