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| 12:04 Uhr

Warnstreiks in Sachsen laut Gewerkschaft mit starker Beteiligung

Ein Stop-Schild mit der Aufschrift "Hände weg von unserer Rente!" gibt eine Lehrerin auf einer Kundgebung am 11.03.2015 in Leipzig (Sachsen) an eine Teilnehmerin weiter. Die Lehrer fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Lohn.
Ein Stop-Schild mit der Aufschrift "Hände weg von unserer Rente!" gibt eine Lehrerin auf einer Kundgebung am 11.03.2015 in Leipzig (Sachsen) an eine Teilnehmerin weiter. Die Lehrer fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Lohn. FOTO: Peter Endig (dpa-Zentralbild)
Sachsen. In Sachsen haben Tausende Lehrer und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst ihre Arbeit niedergelegt. Sie sehen unter anderem ihre Altersvorsorge in Gefahr. dpa

Mit bunten Luftballons, Rasseln und Plakaten haben Lehrer und Angestellte im öffentlichen Dienst in Sachsens Großstädten ihrem Unmut Luft gemacht. Die Gewerkschaften sprachen von mehreren Tausend Teilnehmern bei den Warnstreiks. „Es sind sogar mehr gekommen als erwartet“, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft GEW am Mittwoch in Chemnitz. Dort versammelten sich den Angaben zufolge rund 5300 Menschen zu einer Kundgebung. In Dresden zogen am Vormittag Tausende durch die Innenstadt zu einer Kundgebung vor dem Finanzministerium. „Der Platz ist gerammelt voll“, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Mehr als 6000 Beschäftigte seien dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und hätten sich in Dresden versammelt. Darunter nicht nur Lehrer, sondern auch Polizisten und Beschäftigte der Forstwirtschaft. In Leipzig sprach die Gewerkschaft der Polizei von rund 4000 Teilnehmern. Auf dem Augustusplatz protestierten Lehrer, Angestellte der Finanzverwaltung, Polizisten und Rechtspfleger unter anderem mit Stopp-Schildern mit der Aufschrift „Hände weg von unserer Rente“.

Die GEW geht davon aus, dass es an etwa 75 Prozent der Schulen im Freistaat keinen regulären Unterricht gibt. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Sie werfen den Arbeitgebern vor, statt einer Erhöhung der Gehälter Einschnitte bei der Altersvorsorge anzustreben.