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| 06:45 Uhr

Jahrestag des Jungfernfluges
Vor 60 Jahren hob in Dresden die 152 ab

Der Rumpf des Passagierflugzeugs 152 steht in einer Halle am Flughafen Dresden. Die 152 ist das erste deutsche Verkehrsflugzeugs mit Düsenantrieb. Vor 60 Jahren, am 4. Dezember 1958, startete das Mittelstreckenflugzeug zu seinem Erstflug.
Der Rumpf des Passagierflugzeugs 152 steht in einer Halle am Flughafen Dresden. Die 152 ist das erste deutsche Verkehrsflugzeugs mit Düsenantrieb. Vor 60 Jahren, am 4. Dezember 1958, startete das Mittelstreckenflugzeug zu seinem Erstflug. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Dresden . Mit einer Festveranstaltung wird am Dienstag in Dresden an den Jungfernflug des legendären Düsenflugzeuges 152 erinnert. Es war das erste in Deutschland gebaute Verkehrsflugzeug mit Strahlantrieb.

Am 30. April 1958 wurde die in den Dresdner Flugzeugwerken konstruierte Maschine der Öffentlichkeit präsentiert, am 4. Dezember des gleichen Jahres folgte der erste Flug. Allerdings währte der Traum vom Flugzeugbau in der DDR nur kurz. Beim zweiten Flug am 4. März 1959 stürzte der Prototyp beim Anflug auf den Flughafen Dresden ab. Die vierköpfige Besatzung kam ums Leben. Die Ursachen wurden nie restlos geklärt. Die Untersuchungen blieben streng geheim.

Blick in den Innenraum des Passagierflugzeug 152 am Flughafen Dresden.
Blick in den Innenraum des Passagierflugzeug 152 am Flughafen Dresden. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert

1960 entstand eine weitere Maschine, die zwei erfolgreiche Probeflüge absolvierte. Dennoch wurde das Prestigeprojekt, das schon 1,3 Milliarden DDR-Mark verschlungen hatte, eingestellt. Noch heute erinnern Bauten daran. Die riesige Montagehalle wurde zwischen 1998 und 2001 zum neuen Flughafen Terminal Dresden umgebaut. Auf der Festveranstaltung soll auch über Perspektiven der Luft- und Raumfahrtindustrie in Sachsen debattiert werden. Der Wirtschaftszweig umfasst 160 Unternehmen mit etwa 7000 Beschäftigten im Freistaat.

Blick in das Cockpit des Passagierflugzeugs 152
Blick in das Cockpit des Passagierflugzeugs 152 FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
(dpa/bob)