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Von Zecken übertragene FSME-Erkrankungen breiten sich aus

Chemnitz. Die von Zecken auf den Menschen übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in Sachsen auf dem Vormarsch. Die Zahl der FSME-Erkrankungen sei nach neun Fällen 2013 im vergangenen Jahr auf 15 gestiegen, sagte der Chef der Sächsischen Impfkommission, Dietmar Beier, am Dienstag in Chemnitz. dpa/uf

Das entspreche einer Zunahme von 66 Prozent. Damit liege Sachsen im Osten an der Spitze. Allein auf den Vogtlandkreis entfielen acht Fälle - nach fünf im Jahr 2013. Der Kreis wurde vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt - dem ersten des Landes. "Ich glaube nicht, dass der Vogtlandkreis das einzige FSME-Risikogebiet bleibt", sagte Beier. Weitere Kandidaten seien etwa der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie auch Dresden, die Oberlausitz oder Bautzen.

FSME gilt als besonders heimtückisch, weil die Ursachen nicht behandelt werden können und den Erkrankten bleibende Schäden drohen. Nach Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schwindelanfällen stellt sich eine Hirnhautentzündung ein, die meist ausheilt. Bei schwerem Krankheitsverlauf sind auch Gehirn und Rückenmark betroffen.

Beier rät vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben oder dorthin verreisen, sich gegen FSME impfen zu lassen. Umfragen zufolge habe maximal jeder Vierte in Sachsen einen ausreichenden Impfschutz.