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Versuchter Mord wird erneut die Justiz beschäftigen

Rammenau.. Sieben Jahre nach einem versuchten Mord an einen Geschäftsmann in Sachsen (die RUNDSCHAU berichtete) muss sich die Justiz weiter mit dem Fall beschäftigen. Trotz der Verurteilung eines geständigen Mannes 1997 zweifelt das Opfer an dessen Schuld.

Er wolle die Wiederaufnahme des Prozesses erzwingen, um den wahren Täter zu finden, sagte das Opfer Peter Köberle gestern auf einer Pressekonferenz in Rammenau. Er kündigte Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Görlitz an.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es keine Indizien, dass der Falsche verurteilt wurde. "Es gibt keine Veranlassung, das Verfahren wieder aufzunehmen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz. Das Bautzner Landgericht hatte den Geschäftspartner Köberles wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Er hatte gestanden, Köberle am 30. Juli 1996 nach einer Auseinandersetzung niedergeschossen zu haben. Als Grund gab er schwerwiegende geschäftliche Differenzen an.
Nach Angaben von Köberle, der in der Nähe des Barockschlosses Rammenau einen Golfplatz betrieb, hätte es keinen Streit gegeben. (dpa/bra)