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Udo Lindenberg bringt in Riesa "Udopium" unters Volk

Udo Lindenberg hat das sächsische Riesa gerockt.
Udo Lindenberg hat das sächsische Riesa gerockt. FOTO: Frank Claus
Riesa. Rappelvolle Sachsenarena am Donnerstagabend im sächsischen Riesa: Panikrocker Udo Lindenberg fliegt seit fast zehn Jahren Abstinenz mit seiner "Stärker als die Zeit"-Tour als Udonaut in Riesa ein. Frank Claus

Vor seinem Auftritt erklärt er: "Es muss doch irgendwie weitergehen. Also bringen wir mit dem Panikorchester Udopium unters Volk, bevor die Entzugserscheinungen zu heftig werden."

Was folgt, ist eine Mega-Show mit fetten Sounds, brillianter LED-Technik, Tänzerinnen, den Panik-Kids, den Pustefix-Bläsern und natürlich seinem exzellenten Panikorchester. Das lässt sich auch ein großer Teil der Panikfamilie aus dem Süden Brandenburgs nicht entgehen. Udo zelebriert gut zweieinhalb Stunden viele seiner Hits, die längst Legenden-Status haben, positioniert sich mehrfach "gegen diese neuen rechten Hetzer", prangert die "ganze Völkerverarsche" und die Rüstungsausgaben "von 1,7 Billionen jedes Jahr" an ("und in Schampus säuft die Waffenindustrie"), um abschließend vor "Wozu sind Krieg da?" zu fragen, "wie lange muss ich diesen Song noch singen?".

Er singt mit dem "Mädel aus Ostberlin", bricht die "Herzen der stolzesten Frauen", legt der Panikfamilie zum ersten Mal in Riesa die neue Version seiner "Panik-Hymne" zu Füßen, lässt den Sonderzug rollen und rockt zur "Honky-Tonky-Show". Er lässt Ufos einfliegen, huldigt seiner Band mit den "heißesten Greisen" jenseits der 70 und verspricht: "Wir machen noch 30 Jahre weiter." Wenn nicht mehr auf den Bühnen des Landes, dann eben als Udonaut. Er steigt auf die Weltraum-Plattform, schwebt vor extasierten und still genießenden Fans unter lautstarkem Jubel unters Hallendach. Einfach Udomanisch.