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Transeuropäisch durch den Freistaat

Dresden. Gemeinsam mit der tschechischen Regierung und der EU-Kommission will Sachsen die Aufnahme der lange geplanten Bahn-Neubaustrecke Dresden-Prag in den Bundesverkehrswegeplan erreichen. Die EU habe die Strecke selbst bei der Bundesregierung angemeldet, und auch die Deutsche Bahn habe ihre Unterstützung zugesagt, sagte Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag bei einem Treffen mit dem EU-Koordinator Mathieu Grosch und dem Eisenbahndirektor der tschechischen Regierung, Jindrich Kucnír, in Dresden. dpa/roe

Die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan im nächsten Jahr ist die Voraussetzung für das weitere Vorankommen des Projekts. Es sieht auch Tunnelbauten im Erzgebirge vor und soll die Streckenführung des Fern-Güter- und Personenverkehrs durch das Elbtal ersetzen. Grosch unterstrich die Bedeutung der Strecke für den Ausbau der transeuropäischen Netze. "Was hier geschieht, ist für Hamburg wichtig, für Prag wichtig, aber auch für Athen wichtig." Für die Finanzierung des Ausbaus der Verkehrsnetze stünden der EU 30 Milliarden Euro zur Verfügung.

Für Tschechien sei die Verbindung von besonderer Bedeutung, weil damit die Anbindung des Neubaunetzes an das westeuropäische Streckennetz erfolgen soll, sagte Kucnír.