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| 12:38 Uhr

Tourismus in Sachsen boomt
Rekord bei Gästen und Übernachtungen im Freistaat

Neben Dresden (Foto) und Leipzig liegt das Erzgebirge an dritter Stelle bei den Übernachtungen. Zusammen kommen diese drei Ziele auf fast 55 Prozent aller Übernachtungen.
Neben Dresden (Foto) und Leipzig liegt das Erzgebirge an dritter Stelle bei den Übernachtungen. Zusammen kommen diese drei Ziele auf fast 55 Prozent aller Übernachtungen. FOTO: Matthias Hiekel / dpa
Kamenz. Sachsen legt beim Tourismus zu und verweist auf Rekordzahlen. Und auch die Befragung von Gästen verrät, dass die Urlauber mit den Angeboten im Freistaat augenscheinlich zufrieden sind. Jeder achte Besucher kam aus dem Ausland – die meisten aus den Niederlanden und Polen.

Sachsen kann auf steigendes Interesse von Touristen bauen. Im vergangenen Jahr erzielte die Tourismusbranche hier ihr bisher bestes Ergebnis. „Mit 7,9 Millionen Gästeankünften und 19,5 Millionen Übernachtungen begrüßte Sachsen so viele Gäste wie noch nie“, teilte der Landestourismusverband am Donnerstag in Dresden mit. „Ein Zuwachs von fünf Prozent bei den Gästeankünften insgesamt und von mehr als zehn Prozent bei den ausländischen Gästen sind für uns ein großer Erfolg“, erklärte Verbandspräsident Matthias Rößler. Die Zahl der Übernachtungen stieg binnen Jahresfrist um 4,1 Prozent.

Fast jeder achte Besucher kam der Statistik zufolge aus dem Ausland, die meisten aus den Niederlanden und Polen. Zu dem Trend trugen vor allem die Gäste aus dem Nachbarland Polen bei. Ihre Zahl wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent, bei den Übernachtungen waren es sogar 37 Prozent. Den größten Gästezuwachs verbuchte Leipzig. Bei den Übernachtungen konnte die Messestadt erstmals die Drei-Millionen- Marke knacken. Durchweg würden aber alle Regionen vom Interesse der Urlauber an Sachsen profitieren, hieß es.

Laut Verband liegt neben Dresden und Leipzig das Erzgebirge an dritter Stelle bei den Übernachtungen. Zusammen kommen diese drei Ziele auf fast 55 Prozent aller Übernachtungen. Die größten Zuwächse in den Regionen verzeichneten die Sächsische Schweiz und das Vogtland. Wachsenden Zuspruch gab es auch im Elbland und im Raum Leipzig, was vor allem auf Investitionen der Hotellerie in der Stadt und Angebote zum Reformationsjubiläum zurückgeführt wurde. Auch die Oberlausitz konnte 2017 ihr bisher bestes Ergebnis erzielen.
„Landesweit haben sich die Gästezahlen in den vergangenen 26 Jahren mehr als verdreieinhalbfacht, die Übernachtungen fast verdreifacht. Das Reiseland Sachsen hat damit deutlich an Beliebtheit gewonnen“, zog der Tourismusverband ein Fazit. Das zeige sich auch an der Zufriedenheit der Gäste: Mit 83,3 von 100 Punkten sei diese so hoch wie noch nie.

Verbandspräsident Rößler warnte jedoch bei aller Freunde vor Selbstzufriedenheit. „Tourismus ist kein Selbstläufer.“ Gerade bei Themen wie Digitalisierung und Nachfolge in den Betrieben benötigten die Unternehmen Unterstützung von Bund und Land.

(dpa/fh)