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| 01:28 Uhr

Tillich und Jurk pflegen in Krisenzeiten Kontakte zu Russland

Dresden/Moskau. Sachsens Regierungsspitze bricht am heutigen Montag zu einer Reise nach Russland auf. Auf dem Programm von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) stehen bis zum kommenden Samstag vor allem Begegnungen mit Politikern und Unternehmern. Von Tino Moritz

Begleitet werden Tillich und Jurk von mehr als 50 Vertretern von Verbänden und aus der sächsischen Wirtschaft. Jurk sprach vor der Reise von "herausragenden Perspektiven" für sächsische Unternehmer in Russland. Tillich nannte Russland das für Sachsen "mit Abstand wichtigste Zielland für Auslandsgeschäfte außerhalb der EU". Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten sei die Kontaktpflege wichtig. Tatsächlich hat die Wirtschaftskrise inzwischen auch Russland voll erfasst. Unter Berufung auf Angaben der russischen Zollbehörde meldet die Gesellschaft Germany Trade and Invest einen Rückgang der russischen Importe aus Deutschland im Januar und Februar um 33,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Neuwagenverkäufe in Russland sind laut der Gesellschaft der Bundesrepublik für Außenwirtschaft und Standortmarketing im ersten Quartal um 40 Prozent eingebrochen. Für das Gesamtjahr rechneten Experten inzwischen nur noch mit 1,7 Millionen verkauften Fahrzeugen in Russland, 2008 waren es noch 2,7 Millionen, heißt es weiter. Wirtschaftsminister Jurk wird nach Kaluga reisen, die nach Regierungsangaben dynamischste Wirtschaftsregion Russlands. Die dortige VW-Produktion ziehe als "Leuchtturm" viele andere Investoren in das 200 Kilometer südwestlich von Moskau gelegene Gebiet, hieß es. Gemeinsam wollen Jurk und Tillich die Wolgarepublik Tatarstan, eine weitere wichtige Wirtschaftsregion Russlands, bereisen und sich dort unter anderem beim größten Lkw-Produzenten des Landes, Kamaz, informieren. Für Jurk ist es bereits die sechste Reise in die Russische Föderation.