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| 03:08 Uhr

Tausende zur Amtseinführung von Dresdens neuem Bischof erwartet

Dresden. Acht Wochen nach der Ernennung zum Bischof wird Heiner Koch in sein neues Amt in Dresden eingeführt. Damit endet für die drittkleinste Diözese eine einjährige Sedisvakanz. Zur Zeremonie werden Tausende Christen erwartet, aber keine Kardinäle. dpa/uf

Die Christen in Sachsen und Thüringen bekommen einen neuen Oberhirten. Mitte Januar hatte der unterdessen zurückgetretene Papst Benedikt XVI. Heiner Koch zum Bischof des Bistums Dresden-Meißen ernannt.

Bei einem Gottesdienst an diesem Samstag in der Dresdner Kathedrale wird der 58-Jährige feierlich ins Amt eingeführt. Der gebürtige Düsseldorfer (Nordrhein-Westfalen) ist Nachfolger von Joachim Reinelt, der im Februar 2012 als einer der dienstältesten Bischöfe Deutschlands in den Ruhestand ging.

"Mit ganzem Herzen" übernehme er die Verantwortung, hatte der Theologe Koch nach seiner Ernennung an die Gemeinden mit rund 140 000 Katholiken in Sachsen und Ostthüringen geschrieben. Er wolle den Menschen hier "möglichst intensiv, aufmerksam und achtsam" begegnen. Sein Herz gehöre vor allem den Bedürftigen, dem Frieden und der Ökumene. "Ökumene heißt, den Anderen wahrnehmen, miteinander leben und dabei Respekt haben vor der Tradition und Überzeugung des Anderen", hatte Koch beim ersten Besuch im Bistum erklärt.

Der evangelische Landesbischof Jochen Bohl sieht gute Chancen für eine weitere Vertiefung der ökumenischen Gemeinschaft in Sachsen. Es gebe viele gute und darum belastbare Erfahrungen, sagte er. In der weitgehend säkularen Umwelt komme es darauf an, den christlichen Glauben einladend zu leben und überzeugend von dem zu sprechen, was wichtig sei - mit unterschiedlichen Akzenten, die sich ergänzen sollten und könnten. "Insofern ist die Einladung zum Glauben für uns gemeinsam das wichtigste Thema."

Der Dresdner Bischofsstuhl war seit 13 Monaten verwaist. Mit Koch komme nun ein exzellenter Mann, sagte Diözesanadministrator Michael Bautz. "Ich bin mir sicher, dass er nicht nur Hirte für die Katholiken in seinem Bistum ist, sondern sich auch mit Interesse und großer Offenheit an alle Menschen wenden wird, die hier leben.

Das Bischöfliche Ordinariat rechnet zur Amtseinführung mit bis 4000 Gästen. "Die Kathedrale wird sehr voll sein", sagte Bistumssprecher Michael Baudisch. Das Haus fasst etwa 2000 Menschen. Die anderen können den Gottesdienst auf einer Leinwand vor der Kirche mitverfolgen. Erwartet werden Priester, Ordensleute und Ehrengäste wie 22 Bischöfe.