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| 18:27 Uhr

Sachsen
Tausende Produkte unter der Lupe

Leipzig. Warenprüfer kontrollieren regelmäßig – Kennzeichnungen sind häufigstes Problem. Von Deutsche Presse-Agentur GmbH dpa

(dpa/bl) In Sachsen haben Prüfer im vergangenen Jahr etwas mehr Lebensmittel, Kosmetika und andere Produkte beanstandet. Mehr als 21 000 Proben seien untersucht worden, 15 Prozent von ihnen entsprachen nicht den Vorschriften, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Leipzig mit. Damit lag der Anteil der Proben, den die Experten der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsens beanstandeten, um einen Prozentpunkt höher als im Jahr 2016.

Der überwiegende Teil der Mängel bezog sich auf irreführende oder nicht vorschriftsmäßige Kennzeichnung. Als gesundheitsschädlich wurden 61 Proben beurteilt, 58 betrafen Lebensmittel und vier Kosmetika. Im Jahr davor wurden 58 Proben als gesundheitsschädlich eingestuft.

So monierten die Prüfer einen zu hohen Schwermetallanteil in Nahrungsergänzungsmitteln und einen zu hohen Gehalt an Aluminium in Matetee. Bei Kosmetika beanstandeten sie hohe Anteile von Nickel in Tätowierungsmitteln.

Zudem mussten sich die Kontrolleure mit der Afrikanischen Schweinepest befassen. Weil das Virus bereits in den Nachbarländern Polen und Tschechien nachgewiesen wurde und die Gefahr der Einschleppung groß ist, wurden deutlich mehr Wildschweinproben untersucht, so das Ministerium. Insgesamt waren es mit mehr als 5000 etwa doppelt so viele wie im Jahr 2016. Der für den Menschen ungefährliche, aber für Schweine fast immer tödliche Virus wurde jedoch in keiner der Proben nachgewiesen.