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| 10:04 Uhr

Synode: Wir sind keine Jammer-Ossis

Die Protestanten der schlesischen Oberlausitz sind keine „Jammer-Ossis“. Das sagte der Görlitzer Regionalbischof Hans-Wilhelm Pietz gestern auf der Tagung der Landessynode der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in der Berliner Bartholomäuskirche. Von Benjamin Lassiwe

Damit kritisierte er den Aufruf zweier Initiativen, die sich für eine Umkehr der im Januar 2004 vollzogenen Fusion der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg mit der Kirche der schlesischen Oberlausitz (EKsOL) eingesetzt haben. So hatte der vom Berliner Unternehmer Siegfried Lattka gegründete „Arbeitskreis Rettet die EKsOL“ eine Briefwahl unter den 41 Synodalen der schlesischen Kirche veranstaltet, bei der sich angeblich eine Mehrheit der Befragten für eine Rückkehr zur Selbständigkeit der schlesischen Kirche ausgesprochen hat (die RUNDSCHAU berichtete). Pietz betonte, dass diese Aufrufe innerhalb der Kirche deutlich abgelehnt werden. „Wir haben in der Tat das Problem, das uns etwa eine stimmige Neustrukturierung unserer Kirchenkreise nicht gelungen ist.“ Dies dürfe aber nicht der Bildung einer neuen Landeskirche angelastet werden. Auch der Klittener Synodale Eduard Luhmann und die Frauenbeauftragte der Landeskirche, Pfarrerin Christiane Markert-Wizisla, würdigten den Fortschritt der Fusion. Zuvor hatten die 191 Mitglieder des Kirchenparlaments über einen Nachtragshaushalt diskutiert, der heute beschlossen werden soll. Damit umfasst der Jahreshaushalt der EKBO für das Jahr 2005 insgesamt 285 Millionen Euro, 27 Millionen mehr als zunächst vorgesehen. Kompensiert werden musste neben sinkenden Kirchensteuereinnahmen ein Defizit in Höhe von 3,5 Millionen Euro, das durch Zuschusskürzungen für den Berliner Religionsunterricht entstanden ist. Für die Jahre 2006 und 2007 plant die Landeskirche ein Haushaltsvolumen von 270 beziehungsweise 266 Millionen Euro.