| 02:38 Uhr

Stiftung fordert bessere palliative Sterbebegleitung

Dresden. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht in Sachsen Verbesserungsbedarf bei der Versorgung schwerstkranker, pflegebedürftiger und sterbender Menschen. 60 Prozent der Sterbenden benötigten eine palliative Begleitung, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. dpa/uf

Aber nur 14 Prozent der Betroffenen Sachsen erhielten diese auch. "Eine große Baustelle dabei ist die Gleichstellung der Sterbenden in Pflegeheimen, die palliative und hospizliche Begleitung benötigen." Denn während für die wenigen Sterbenden in Hospizen von den Sozialkassen monatlich rund 8300 Euro pro Person aufgewendet würden, gebe es im Pflegeheim nur bis zu 2005 Euro. "Das ist zutiefst ungerecht. Der Freistaat muss im Bund darauf drängen, einen Anspruch auf Hospizleistungen für Heimbewohner zu schaffen", sagte Brysch, der als Experte am Montag auch vor der Enquete-Kommission Pflege des Sächsischen Landtags in Dresden sprechen wird. Die Pflegereform habe dazu geführt, dass viele Bedürftige mit niedrigerem Pflegegrad nicht mehr ins Heim zögen.