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| 02:38 Uhr

Steuerhinterziehung? Ex-Unister-Manager weist Vorwurf zurück

Leipzig. Den gegen ihn gerichteten Vorwurf der Steuerhinterziehung hat ein früherer Manager des Internet-Reiseriesen Unister zurückgewiesen. Er habe niemals eine Steuererklärung für das Unternehmen verfasst oder eingereicht, sagte der 39-Jährige am Donnerstag vor dem Landgericht Leipzig. dpa/uf

Dazu habe er gar nicht die erforderlichen Kompetenzen besessen. Entscheidungen habe sich der verstorbene Unister-Gründer Thomas Wagner vorbehalten.

Der 39-Jährige und zwei Mitangeklagte aus der Ex-Unister-Führungsriege haben sich laut Staatsanwaltschaft der Steuerhinterziehung und des Computerbetrugs schuldig gemacht. So sollen sie Flugtickets zu einem Festpreis an Kunden verkauft haben, die das Unternehmen selbst günstiger erstehen konnte. Dieses "Runterbuchen" sei seines Wissens strafrechtlich nicht zu beanstanden, sagte der Beschuldigte in einer persönlichen Erklärung. Ansonsten hätte es sicher eine Anzeige von einem der 87 000 Kunden gegeben, bei denen das Verfahren praktiziert worden sei, sagte auch sein Verteidiger. Er hatte zuvor geschildert, dass das Verhältnis zwischen seinem Mandanten und dem Unister-Gründer ab 2009 zerrüttet gewesen sei.