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Start für Ausstellungstrio im Barockgarten Großsedlitz

Heidenau. Der Geschichte von Sachsens Versailles können Besucher des Barockgartens Großsedlitz in Heidenau (Sächsische Schweiz) ab dem Wochenende nachspüren. Drei neue Dauerausstellungen präsentieren restaurierte Originale der barocken Skulpturen, die für den Park einst gefertigt wurden, und berichten von Pomeranzen-Kultur und Weißem Adlerorden, wie die staatliche Schlösserverwaltung am Donnerstag mitteilte. dpa/pb

Auf den historischen Spaziergang stimmt am Samstag ein Fest ein, das an die rauschenden Spektakel im Barock erinnert.

Unter dem Titel "Göttergarten und Gartengeschichte" sind erstmals die originalen mythologischen Skulpturen zu sehen, die im 18. Jahrhundert für den Park gefertigt wurden. An Wegen und Wasserbecken in dem Areal stehen oft Kopien der empfindlichen Objekte. "Von Wein, Feigen, Spargel und goldenen Äpfeln" erzählt von der Aufzucht und Pflege der Pomeranzen und Orangen im "sächsischen Versailles". Eine weitere Schau widmet sich der Tradition der Ordensverleihungen.

Großsedlitz, südöstlich von Dresden, gilt als eine der bedeutendsten barocken Gartenanlagen Deutschlands. Kurfürst August der Starke (1670-1733) ließ das Areal ab 1723 nach Versailler Muster ausbauen. Mit seiner Ausrichtung nach Polen wurden die Arbeiten 1732 jedoch eingestellt - bei etwa einem Drittel des geplanten Umfangs. Mangelnde Nutzung sowie Zerstörungen im Krieg ließen die Anlage verfallen.