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| 11:58 Uhr

115 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Stahl- und Brückenbau Niesky meldet Insolvenz an

 Die Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH errichtete unter anderem die Waldschlösschenbrücke in Dresden und die Altstadtbrücke in Görlitz.
Die Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH errichtete unter anderem die Waldschlösschenbrücke in Dresden und die Altstadtbrücke in Görlitz. FOTO: lausitznews.de / LausitzNews.de/Patrick Jank
Niesky . Wegen hoher Außenstände muss die Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH Insolvenz anmelden. Da die Auftragsbücher prall gefüllt sind, seien die Beteiligten optimistisch, dass eine Sanierung des Unternehmens gelingen kann.

Die Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH hat Insolvenz angemeldet - und will zugleich eine Sanierung in Eigenverwaltung vorantreiben. Ein entsprechender Antrag sei beim Amtsgericht Dresden eingereicht und genehmigt worden, teilte der vorläufige Sachwalter und Rechtsanwalt Ralf Hage am Sonntag mit. Niesky habe sich wegen „außergewöhnlich hoher Außenstände“, die vor allem aus Aufträgen mit öffentlichen Auftraggebern stammten, zu diesem Schritt entschlossen.

Das 1835 gegründete Unternehmen aus Ostsachsen hat sich als eine von wenigen deutschen Firmen auf die Errichtung großer Brücken spezialisiert. Die Auftragsbücher seien „prall gefüllt“, hieß es. Jedoch sei es in den vergangenen Jahren immer häufiger zu Streitigkeiten mit öffentlichen Auftraggebern über die Bezahlung von Auf- und Nachträgen gekommen, so Hage.

Seit 2001 gehört die Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH zur DFA-Industriemontage GmbH aus Meerane. Der Gesellschafter unterstütze die Firma auf der Suche nach einem Investor oder Partner, hieß es. Aufgrund der guten Auftragslage, der gut ausgebildeten Mitarbeiter und des jahrelang aufgebauten Know-hows seien die Beteiligten optimistisch, dass eine Sanierung gelingen könne, so die Kanzlei. Derzeit sind rund 115 Mitarbeiter in Niesky beschäftigt.

Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung weiter im Amt und lenkt die Geschicke, begleitet von einem Sachwalter.

(dpa)